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Kulturhistorische Karte


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© AK Geschichte

 

Erläuterung

  1. Westin:  Typischer Holzblockbau um 1785 mit Dachfigur;
    An der Wegekreuzung steht eine schön verzierte Tuffsteinsäule des 18. Jh.

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  2. Günderer:  Holzblockbau 18. Jh.
    Der Sage nach stand hier ein Pferdehof Kaiser Karl des Großen;
    einer der schönsten Aussichtspunkte am Taubenberg
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  3. Aussichtsturm aus Tuffstein, erbaut 1911,
    (Hinweis: Schlüssel in der Gastwirtschaft erhältlich)
    östlich davon steht die kleine Kapelle St. Benno

    Ausichtturm auf dem Taubenberg
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  4. Wallfahrtskirchlein Nüchternbrunn, seit 17. Jh., nach Brand 1946 neu erbaut.
    In der Klause neben dem idylisch gelegenen Kirchlein lebte bis in die 60er Jahre noch ein Einsiedler; von Nüchternbrunn führt ein bebilderter Kreuzweg nach Osterwarngau

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  5. Taubenberg: Tuffsteinsäule, weiße Marter
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  6. Taubenberg: Tuffsteinsäule, grüne Marter;
    angeblich anlässlich des Bauernaufstandes 1705 errichtet
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  7. Fentberg: herrlicher Aussichtspunkt oberhalb einer neueren Kapelle
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  8. Gotzing:
    a) Filialkirche St. Jakobus, (spätgotisch, 1761 barockisiert)
    b) Gasthaus Gotzinger Trommel 19. Jh.;
    das gemalte Schild zeigt den "Gotzinger Trommler", der die Oberlandler Bauern beim Aufstand 1705 angeführt haben soll.


    Jakobus-Kirche Gotzing
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  9. Linnerer: (= Leinweber)
    Bauernhof in typischer Blockbauweise, spätes 18. Jh.
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  10. Zehenthof:
    Einst hatte der Bauer hier die Aufgabe für das Kloster Tegernsee Zehent (=Steuer) einzusammeln.
    Heute befindet sich ein Kunstkabinett in dem Anwesen mit regelmäßigen Ausstellungen.

    Kunstkabinett im Zehethof
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  11. Haglandschaft bei Obergotzing: Gut erhaltene Hagkulturlandschaft;
    zum Schutz vor Wind und Schnee wurden zwischen einzelnen Flurparzellen Baumreihen gepflanzt
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  12. Thalham:
    a) Herrenmühle: das letzte noch stehende Anwesen des aus Wasserschutzgründen entvölkerten Ortes Unterthalham, wurde früher von Mönchen des Klosters Weyarn (Klostermühle 1769) bewirtet. Angeblich soll von dem stattlichen Gebäude ein unterirdischer Gang zum Kloster geführt haben.
    An der Außenwand befinden sich alte Fresken

    b) Saliterer: Der Bauernhof oberhalb der Herrenmühle (nach 1800) ist mit Fassadenmalereien verziert. Der Name des Hofes stammt von dem Recht in den Häusern Schwefel für die Schießpulverproduktion sammeln zu dürfen.

    c) Tuffsteinkreuz 16./17. Jh.;
    solche Kreuze wurden früher zur Sühne für ein Verschulden aufgestellt 
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  13. Thalham: Brunnenkunstwerk mit einer Sonnenuhr von Hans Schwalbach an einem Wassersammelschacht aus dem Jahre 1998
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  14. Weyarn: (einen Detailplan finden sie unter Kloster bzw. Ortsteile)
    a) Pfarrkirche Weyarn; den ältesten noch erhaltenen Teil bildet der unter Probst Valentin Steyrer errichtet Turmunterbau (1627 - 1632), der übrige Bau in seiner heutigen Gestalt wurde unter Probst Gelasius Harlass errichtet (1687 - 93). Stukkaturen und Fresken im Inneren von Johann Baptist Zimmermann (1729 ausgeführt), bedeutende Bildwerken Ignaz Günthers, angefertigt um 1755.

    b) Maria-Hilf-Kapelle (1642, barockisiert 1782)

    c) Jakobuskapelle, ehemalige Burgkapelle des Klosterstifters Graf Siboto II von Neuburg und Wiare aus dem frühen 12. Jh., im 17./18. Jahrhundert erneuert

    d) Richterstock mit dreischiffiger Torhalle (1708), heute Gemeinde und Pfarramt

    e) Klosterseminargebäude mit Wappen verschiedener Pröbste (1646 - 1756), früher Schule

    f) Konventshof, in seiner heutigen Form zwischen 1672 und 1680 errichtet

    g) ehemalige Klosterfärberei (1731), Mangfallweg 18

    h) ehem. Torhaus zum Kloster (errichtet um 1750), an der Stirnseite barocke Wandmalerei, die hl. Cäcilie und König David darstellend, J.-B.-Zimmermann-Str. 10

    i) ehem. Klosterbrauerei, (1708 errichtet), J.-B.-Zimmermann-Str. 5

    j) ehem. Klosterökonomiehof (J.-B.-Zimmermann-Str. 1,2,4)

    k) Gasthaus Alter Wirt, ehem. Klosterwirtschaft, gegründet 1644


    Weyarn um 1900

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  15. Erlachkapelle, gewidmet dem heiligen Leonhard (1644),
    Autobahnbrücke mit begehbaren Unterflur (Aussicht aufs Mühltal)

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  16. Valley: Das sogenannte alte Schloß (Graf-Arco-Straße 30) wurde vor einger Zeit restauriert und beherbergt heute ein privates Orgelmuseum.
    In den neueren Schloßbestandsteilen befinden sich Brauereianlagen und Gastwirtschaft
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  17. Sonderdilching: Kirche St. Michael (gotischer Bau mit barockem Dachreiter 14. Jh);
    Um den Weiler sind 3 Tuffsteinbildstöcke aus dem 16. - 17. Jh. verteilt.
    Von einem Turmhügel in der Nähe der Kirche ist fast nichts mehr zu erkennen.
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  18. Fentbach: Keltischer Siedlungsplatz (oppidum), seine Befestigungen (doppelter Ringwall nach S und SO) sind an Geländeformen noch erkennbar, vor allem der innerste, heute von Laubbäumen gekrönte Wall, der ursprünglich als Pfostenschlitzmauer ("murus Gallicus") angelegt war; die Stadt existierte zwischen 150 und 15 v.Chr.
    Am Ortsanfang und am Ortsende zwei Tuffsteinbildstöcke (16. u. 17. Jh.), Kapelle 1884
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  19. Standkirchen: Die Feldkapelle mit schönen Altar im nachempfundenen Rokokostil wurde erst 1912 erbaut. Ein besonders schönes Beispiel der um die Jahrhundertwende gebräuchlichen Putzornamentik an der Außenwand zeigt sich an dem Bauernhaus "Beim Bock" (um 1900).
    Der Name des Ortes stammt von einer nicht mehr stehenden frühen steinernen Kirche.
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  20. Holzolling: Kirche (1675 - 1697) und angebliches Geburtshaus der Sagengestalt "Schmid von Kochel";über dem Ort thront der gewaltige Moarhof (1871) mit für die Bauzeit seltenen 3 Geschossen
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  21. Weyarner Lindl: alter Kultplatz und Aussichtspunkt.
    Ein eigener Lindlverein zeigt sich für die Pflege der Linden und des Kreuzes auf der Anhöhe verantwortlich.
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  22. Kleinhöhenkirchen: Barockkirche Mariae Heimsuchung (1720) mit Werken Ignaz Günthers, Feldkapelle (19. Jh.), Bildstock (17. Jh).
    Die "Birg" ist eine alte Fluchtburg aus der Zeit der Ungarnstürme (10. Jh.), die nur noch an der Geländeform und Resten von Wällen erkennbar ist.
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  23. Arnhofen: Tuffsteinsäule (verm. 18 Jh.) mit 3fach-Kreuz
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  24. Wattersdorf: Nur noch ein alter Stein blieb von dem vor nicht all zu langer Zeit abgerissenen Rennaissance-Schlosses mit Schlosskapelle der Münchner Patrizierfamilie Barth.
    Ein Geländer des Schlosses befindet sich am Cafe Lebzelter in Miesbach
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  25. Bach: Am Haus Nr. 56 erinnert eine Gedenktafel an die Wirkungsstätte des bayerischen Nationalhelden von 1705, der Sagengestalt "Schmied von Kochel"
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  26. Bruck: Kirche (1200, barockisiert um 1789)
    während der großen Pest 1633 - 35 wurden 391 Pesttote hier verscharrt
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  27. Esterndorf: Maria-Hilf-Kirche (1496, barockisiert 1735), besonders ansehnlich sind der Stroblhof (19. Jh.) und der Mesnerhof (um 1845).
    Am westlichen Ortsrand befindet sich ein Tuffsteinbildstock mit Marienmedaillon (18. Jh.)

    Esterndorfer Kirche

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  28. Wasserdruckleitung: eine gigantische Wasserleitung führt Wasser von Seehamer See zum Leitzachwerk über das Tal hinweg.
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  29. Reichersdorf:
    a) Leonhardi-Kirche (1496, 1760 - 1772 barockisiert):
    Der vor der Barockisierung angebrachte prächtig geschnitzte Flügelaltar ist an der linken Seite im Inneren zu sehen.
    b) Allerheiligenkapelle (1644):
    Die kleine Ovalkapelle wurde über einen unterirdischen Gang errichtet, der eine Quelle beherbergte, der wunderheilende Kräfte nachgesagt wurden. Der Sage nach soll der Gang einst zum Kloster Weyarn gereicht haben.
    c) Bauernhöfe: Der Ort mit vielen alten Gehöften ist ein noch relativ ursprünglich erhaltenes Beispiel eines früher typischen Bauerndorfes

    Flügelaltar der Kirche Reichersdorf

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  30. Neukirchen:
    Dionyskirche (spätgotisch 15. Jh, 1761/63 barockisiert) mit Gedenkstein an die Sendlinger Mordweihnacht 1705.
    Der Ort steht auf der Anhöhe eines Gletscher-Moränenhügels aus der Eiszeit. Am Ortsende der Straße nach Weyarn steht ein Bildstock (1585). Das biedermeierliche Pfarrhaus stammt um die Zeit um 1913.
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  31. Wasserschutzgebiet der Stadt München mit seltenen Pflanzen.
    Die Stadt München bezieht einen Großteil Ihres Trinkwassers aus dem Mangfallgebiet um den Taubenberg

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  32. Wasserschloß: im Inneren des um 1900 erbauten "Schlosses" befindet sich ein tiefer Wassersammelschacht, der Quellwasser im natürlichen Gefälle nach München leitet.
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  33. Mittenkirchen: Die St. Vitus Kirche (noch unverändert spätgotisch! 1506) gehört zu dem nebenstehenden stattlichen Oswaldhof, dessen Bauer sie durch Kauf bei der Säkularisation vor dem Abbruch rettete.
    Die 2 Bildstöcke aus dem 17. Jh. an dem Weiler sollen aus Furcht vor Raubüberfällen aufgestellt worden sein.

    St. Vitus in Mittenkirchen

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  34. Langenegger: Wegkapelle (Ausstattung 18. Jh.)
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  35. Großpienzenau: Vom der an der Hangkante zum Mangfalltal gelegenen steinernen Burg der Pienzenauer, die zu Beginn des 16. Jahrhunderts geschleift wurde, sind nur noch Bodenvertiefungen zu erkennen. Am Ortsrand hinter einem Anwesen Reste einer hochmittelalterlichen Befestigung ("Motte" = runder Turmhügel mit Palisade), ferner ein Holzbildstock aus dem 19. Jahrhundert mit Kruzifix und Johannes, eine kleine Kapelle und alte Gehöfte. Das Haus Burgstraße 5 wurde 1860 vom Maler Ernst Förster als Sommerhaus errichtet und diente ab 1863 Victor von Scheffels als Wohnsitz.
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  36. Kleinpienzenau: Filialkirche St. Georg, spätgotischer Tuffsteinbau (1496, 1766 barockisiert).
    Der barocke Zwiebelturm wurde 1875 durch einen Spitzturm ersetzt.

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  37. Großseeham: Die Dorfkapelle stammt aus dem 18 Jh.;
    Von dem einstigen Burgstall in Großseeham ist heute nichts mehr zu erkennen.
    Südöstlich des Ortes befindet sich die Einlaufstelle des Leitzachkraftwerk. Unterirdisch wird dort Seewasser vom See zur Stromerzeugung in Spitzenverbrauchszeiten abgeleitet, bzw. nachts mit überflüssigen Strom wieder zurückgepumpt.

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  38. Seehamer See: Im Osten und im Südosten des Seehamer Sees befinden sich die Einlaufstellen. Der See wird seit Jahrzehnten durch unterirdisch geschaffene Umleitungen der Leitzach und der Mangfall zur Stromerzeugung gespeist. Der künstlich erweiterte und relativ unbebaute See ist heute ein Refugium für seltene Pflanzen und Vögel.

    Seehamer See/Postkarte um 1900

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  39. Huber: Ein Tuffsteinbildstock (17. Jh.)
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  40. Stürzlham: Eine seltene Tuffsteinsäule an der Staatsstraße bei Stürzlham zeigt ein Relief des Gekreuzigten
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  41. Naring: Der Ort liegt im Goldenen Tal, dessen mildes Klima für reiche Obsternten sorgt.
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Text: AK Geschichte, J. Marbach u. L. Wöhr