Wie's bei uns der Brauch war und ist


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Maibaum aufstellen
Maibaum in HolzollingDer erste Tag im Mai ist Symbol der Freude über den Sieg des Frühlings über den Winter. In den Dörfern werden die Maibäume aufgestellt. Der Brauch dürfte aus der Baumverehrung germanischer Zeit stammen, er ist Symbol der Fruchtbarkeit. Wann der heutige Brauch heimisch wurde ist ungewiss. In unserer Gegend finden wir die erste Darstellung eines Maibaums auf einer Votivtafel von 1743 in Kleinhelfendorf.

Im Maibaum findet der Wohlstand eines Ortes, den auch die Zeichen der Handwerker am Baum darstellen, sichtbaren Ausdruck. In Wettstreit mit den Nachbarorten gilt es den höchsten (bis 30m) und schönsten Maibaum aufzustellen. Der Gemeinschaftssinn ist die  wesentliche Voraussetzung, dass ein Maibaum aufgestellt werden kann. Es müssen viele zusammenhelfen um im Wald den meist vom Wirt oder Waldbesitzer gestifteten Baum zu fällen und ohne Beschädigung in den Ort zu schaffen. Viele Stunden sind notwendig, den Baum herzurichten, zu schmücken und schließlich aufzustellen, und dies möglichst ohne technische Hilfsmittel. Gleichzeitig gilt es nicht nur seinen eigenen Baum vor dem Diebstahl durch Burschen der Nachbarorte zu bewachen, sondern  möglichst selbst den in Vorbereitung befindlichen Baum eines Nachbarortes zu stehlen. Gelingt dies, so muss nach oft langwierigen Verhandlungen der gestohlene Baum ausgelöst werden, meist in Form größerer Menge Biers, das dann bei der Übergabe gemeinsam getrunken wird. Scheitern diese Verhandlungen, wird der gestohlene Baum als "Schandbaum" neben dem eigenen aufgestellt oder klein geschnitten als Brennholz zurückgeliefert.

Sterben und Geburt eines Maibaums
So ein Maibaum hat es nicht leicht. Bei Wind und Wetter, Sonne und Schnee muss er ungeschützt im Freien stehen. Der Witterung und dem Holzwurm ausgeliefert fristet er irgendwann ein morsches Leben.
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