Wie's bei uns der Brauch war und ist


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Leonhardiritt
Nach dem besinnlichen Monatsbeginn bringt der 6. November mit dem Namenstag des hl. Leonhard, einem der 14 Nothelfer, im Volksmund auch als "Bayerischer Herrgott" bezeichnet, einen weiteren festlichen Höhepunkt. Der hl Leonhard soll Gefangenen geholfen haben. Er wird deshalb mit einer Kette abgebildet und als der Kettenheilige bezeichnet. Im 17.Jahrhundert begann der Wechsel zum Schutzpatron des Viehs, besonders der Pferde und Nothelfer gegen alle Krankheiten im Stall.
Der Brauch zum Fest der hl Leonhard einen Umritt, eine Pferdewallfahrt zu begehen ist bis auf das Jahr 1442 zurückverfolgbar. In unsere Gemeinde findet sie seit dem Jahr 1648 jährlich bei der Leonhardskirche in Reichersdorf statt, heute allerdings bereits  Anfang Oktober. An dem Umritt nehmen sowohl Einzelreiter wie auch Gespanne mit heraus geputzten Pferden teil. Blickfang sind immer die so genannten Truhenwagen, alte mit Motiven geschmückte Holzwagen. In ihnen dürfen die Mädchen und Frauen in Tracht am Umzug teilnehmen. Den Höhepunkt bildet die Messe im Freien zu Ehren des Viehpatrons und der abschließende Segen für alle Pferde und Reiter. Im Anschluss daran findet die Verehrung des "Bayerischen Herrgotts" im Wirtshaus seinen weltlichen Ausklang.


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