Wie's bei uns der Brauch war und ist


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Heilig Drei König (Epiphanias)

Das am 6. Januar stattfindende Fest Heilig Drei König (Epiphanias = Erscheinung des Herrn) ist in der orthodoxen Kirche gleichzeitig das Fest der Geburt von Jesus Christus.
Über die geschichtliche Existenz der Heiligen Drei Könige wissen wir fast nichts. Der Evangelist Matthäus berichtet über Weise aus dem Morgenland, die einem Stern folgend nach Jerusalem kamen, um den neugeborenen König der Juden anzubeten. Erst um 500 n. Chr. tauchen in einer Schrift aus Ägypten die Namen Kaspar, Melchior und Balthasar auf. Es war Kaiser Friedrich Babarossa der 1163 aus Mailand die Reliquien der Heiligen Drei Könige mitbrachte, für die dann der Kölner Dom als würdige Bleibe errichtet wurde. Es setzte in Nord- und Süddeutschland eine Verehrung der Heiligen Drei Könige als Schutzpatrone der Reisenden und Pilger ein. Daran erinnern noch die Namen von Gasthäusern "Zum Mohren", "Zur Krone" oder "Zum Stern".

Nach altem Brauch ziehen als Heilige Drei Könige verkleidete Kinder zwischen Neujahr und dem 6. Januar von Haus zu Haus. Singend bringen sie Segenswünsche für alle im Haus und schreiben mit Kreide an den Türstock C+M+B für "Christus Mansionem Benedicat" (Christus segne dieses Haus). Als Dank werden die Kinder dann beschenkt.
Der Sternsingerbrauch lässt sich bis ins 16.Jahrhundert zurückführen. Es handelt es sich um Reste mittelalterlicher Dreikönigsspiele, die in Klöstern und Kirchen aufgeführt wurden.  Als der Brauch, der immer recht einträglich war, zur reinen Bettelei ausartete wurde er vom Staat verboten und schließlich im 19. Jahrhundert ganz abgeschafft.
Nach dem Zweiten Weltkrieg lebte der Brauch wieder auf, um für karitative Zwecke  zu sammeln.

Früher und vielerorts auch heute noch war es auch Brauch am Vorabend des Dreikönigstages Haus, Stallungen und Scheune mit Weihrauch auszuräuchern und mit Weihwasser, dem Dreikönigswasser, zu besprängen.


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