Wie's bei uns der Brauch war und ist


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Fronleichnam
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Fronleichnam

Das prächtigste Fest des bayerischen Brauchtumsjahrs ist das Fronleichnamsfest am zweiten Donnertag nach Pfingsten.

Papst Urban führte im Jahr 1264  Fronleichnam zu Ehren der heiligen Eucharistie ein. Bereits für das Jahr 1273 ist in Benediktbeuern eine Prozession anlässlich dieses Festes nachgewiesen.

Fronleichnam in NeukirchenFronleichnam in Neukirchen

Fronleichnam in NeukirchenIn der Gegenreformation des 18. Jahrhunderts stellte die barocke Prachtentfaltung der Umzüge den katholischen Glauben kämpferisch zur Schau. Auch wenn der einstige Prunk heute nicht mehr existiert, ist Fronleichnam doch das volkstümlichste religiöse Fest.

Der Prozessionsweg wird mit Birkenbäumchen eingesäumt, die Häuser mit roten Tüchern und Girlanden geschmückt  und vor allem die vier Altäre überschwänglich mit Blumen ausgestattet. 
Nach der Messe, die entweder in der Kirche oder im Freien gefeiert wird, setzt sich die Prozession in Bewegung, voraus das geschmückte Kreuz, gefolgt von den Schulkindern und den Erstkommunikanten, die Blumen auf den Weg streuen. Ihnen folgen die örtlichen Vereine und Schwester- und Bruderschaften mit ihren Fahnen und Standarten. Dazwischen werden Heiligenstatuen und die hohen Prozessionsstangen mitgetragen. In der Mitte schreitet unter einem Traghimmel der Geistliche mit der goldenen Monstranz, flankiert von den Ministranten. Dahinter kommen die Honoratioren, Bürgermeister und Gemeinderat. Es folgt dann die Gesamtheit aller Gläubigen.

An den vier Altären liest der Geistliche aus der vier Evangelien und beim folgenden Segen läuten nicht nur die Glocken, es krachen auch die Böller.


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