Wie's bei uns der Brauch war und ist


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Fasching - "Die Narrische Zeit"
Die
Närrische Zeit, der Fasching, dauert von Dreikönig bis zum Aschermittwoch. Sie kann frühestens am 4.Februar und spätestens am 10. März enden. Der Ursprung geht zurück auf die römischen Saturnalien, einem Fest zu Ehren des Fruchtbarkeitsgottes Saturn. Mit Maske und Verkleidung konnten alle  Standesunterschiede aufgehoben werden. Die Kirche sah das Treiben stets sehr kritisch, da es immer wieder auch zu sexuellen Auswüchsen kam. Andererseits hatte der Fasching auch seinen Sinn: des Austobens vor der Fastenzeit. Bis ins 19. Jahrhundert war der Fasching ausschließlich eine Männersache. Frauen durften nur in angemessener Kleidung daran teilnehmen. Vielfach haben sie sich dagegen aufgelehnt und einen Ausweg in Männerverkleidung gesucht. Seit dem 15.Jahrhundert schlossen sie sich in den Städten zu geduldetem "Weiberzechen" zusammen, woraus sich der Unsinnige Donnerstag, eine "Weiberfastnacht" entwickelte.

In den ersten Wochen findet der Fasching in geschlossenen Räumen statt und verlagert sich erst zum Ende hin ins Freie. Die eigentlich närrischen Tage beginnen vor dem Faschingssonntag mit dem Unsinnigen Donnertag und dem "ruaßign" Freitag. Vor der Fastenzeit ließ man es sich in den letzten Faschingstagen nochmals gut gehen. Am "Schmalzigen Samstag" wurden von der Bäuerin Mengen von Krapfen und Auszognen gebacken und in der Speis aufgetürmt. Sie kamen in den folgenden Tagen reichlich auf den Tisch.

Der Faschingssonntag brachte das Maschkeratreiben auf den Straßen. Nach einem meist relativ ruhigen Rosenmontag findet der Fasching am Dienstag sein Ende, tagsüber wieder mit Maskentreiben auf den Straßen und abends dem Kehraus in geschlossenen Räumen, wo um Mitternacht der Fasching unter Wehklagen der Beteiligten rituell begraben wird.


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